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Reiten im Dunkeln - Pferd sieht besser als Mensch
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Reiten im Dunkeln

Im Herbst und Winter müssen viele Pferdebesitzer oder Reiter ihr Hobby leider im Dunkeln ausüben: in den dunkelsten Tagen des Jahres bricht die Nacht bereits gegen 16.00 Uhr herein. Da fällt es schon schwer, sich aufzuraffen, doch so manchen trifft es noch härter: Man steht in einem Stall ohne Platzbeleuchtung oder man muss erst zur Halle oder Reitplatz im Dunkeln hin reiten. Ganz harte lassen sich den Spaß nicht nehmen und reiten sogar im Dunkeln aus.

Stallarbeiten ohne richtige Beleuchtung sind fast unmöglich und das Reiten in der Dunkelheit kann im Straßenverkehr gefährlich sein. Doch zum Glück gibt es bereits sehr gute Hilfsmittel, mit denen man gut durch den Winter kommt.

Reiten im Dunkeln - Sicherheit
Reiten im Dunkeln kann gefährlich sein

Kann ein Pferd im Dunkeln sehen?

Dein Pferd braucht übrigens kein Licht: dank eines Restlichtverstärkers in seinem Auge kann es ähnlich wie Katzen auch gut im Dunkeln sehen. Allerdings braucht es sehr lange, um sich an wechselnde Lichtverhältnisse zu gewöhnen. An einer stark befahrenen Straße kann es im Dunkeln praktisch nichts sehen.

Reiten im Dunkeln - Pferde sehen gut bei Nacht
Pferde sehen gut in der Dunkelheit, nachdem sie sich an die Lichtverhältnisse angepaßt haben

Kopfleuchten für die Stallarbeit

Wer im Dunkeln den Paddock abäppeln und dann den Misthaufen mit der Schubkarre anfahren muss, ist mit einer Kopfleuchte gut bedient. Wirklich gute kosten rund 20 Euro. Ich würde immer eine nehmen, die nicht nur ein Stirnband hat, sondern auch noch mit einem Riemen über den Kopf befestigt ist. So rutscht nichts und man hat wirklich beide Hände frei. Viele sind wasserdicht und können auch bei Regen getragen werden.

Reflektierende Reitsachen

Wer das Stallgelände verlässt, sollte sich und sein Pferd unbedingt mit reflektierenden Accessoires einkleiden. Hier gilt das Motto. „Viel hilft viel“. Auch wenn du dich wie ein reitender Weihnachtsbaum fühlst – Sicherheit geht vor. Eine Signalgelbe Ausreitdecke wäre ein guter Anfang, reicht aber noch nicht, weil ihr ja auch von vorne gesehen werden sollt.

Ich empfehle zusätzlich reflektierende Gamaschen und eine reflektierende Reitjacke. Zusätzlich kann man das ganze noch je nach Geschmack mit reflektierenden Zügelverkleidungen oder Ohrenhauben abrunden.

Blinklichter

Der Handel hält auch vielerlei Blinklichter bereit. Ich finde, die kann man haben, muss man aber nicht. Als Zusatz bieten sie noch mehr Sicherheit, aber ausschließlich würde ich nicht auf die billige Elektrik setzen: Mal erodieren die Kontakte bei Feuchtigkeit, mal ist die Batterie leer: Das Risiko, dass die Blinklichter im entscheidenden Moment ausfallen, ist einfach zu hoch. Die Reflektoren dagegen funktionieren immer.

Reflektierende Reitbekleidung

Auch der Reiter kann sich durch reflektierende Kleidung schützen. Es gibt die üblichen Warnwesten oder Jacken in Signalgelb.

Wer keine Lust hat, wie eine leuchtende Signalboje durch die Gegend zu laufen, kann auf dezentes Silbergrau setzen. Auch Kleidung in diesem Material reflektiert das Licht gut.

Wünsche euch allen, dass ihr gesund und sicher durch die dunkle Jahreszeit kommt!

Cristine Keidel - Reiterfragen.de

Seit meiner Kindheit bin ich im Sattel zu Hause und habe das Bronzene Reitabzeichen. Unvergesslich sind mein erstes eigenes Pferd „Piroschka“, Andalusier „Cariño“, den ich aus Spanien importierte und bis zur Kandarenreife ausbildete, und natürlich PRE „Amoroso“, mit dem ich zahlreiche Showauftritte hatte und 2011 die Copa Baroque gewann. Aktuell begleitet mich Hannoveraner-Stute „Belle de Jour“ durchs Reiterleben.

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