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Kissing Spines - Rückenkrankheit Nr. 1
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Kissing Spines – die veränderte Wirbelsäule

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Die Diagnose Kissing Spines (KS) ist für viele Reiter erst einmal niederschmetternd. Dabei ist sie nicht unbedingt mit „unreitbar“ gleichzusetzen! Mit gezielter Behandlung und durchdachtem Rückentraining kann so manches Pferd mit Kissing Spind Befund wieder schmerzfrei geritten werden und sogar sportlich unterwegs sein.

Was sind Kissing Spines?

Kissing Spines kommt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt: „sich küssende Wirbelsäule“. Doch hinter der so niedlichen Beschreibung verbirgt sich die Rückenkrankheit Nr. 1 bei Pferden.

Wenn man die Wirbelsäule eines Pferdeskeletts betrachtet fällt auf, dass jeder Wirbel eine Art senkrecht stehenden Stachel hat: die Dornfortsätze. Der Tierarzt unterscheidet neben dem Normalfall drei klinische Zustände:

  1. Eng stehende Dornfortsätze
  2. Sich berührende Dornfortsätze (kissing spines)
  3. Sich überlappende Dornfortsätze (overriding spines)

Bei allen drei Zuständen können noch begleitende Knochenveränderungen vorkommen, zum Beispiel, dass die Dornfortsätze sozusagen zusammenwachsen. Der Tierarzt nennt das „Sklerosierung“. Am häufigsten treten Kissing Spines zwischen dem 10. Und dem 18. Wirbel auf – also genau dort, wo der Sattel liegt.

Bei einem Test kam heraus, dass etwa die Hälfte aller geröntgten Pferde Kissing Spines hatten, aber nur ein Viertel unter Schmerzen litt.

Kissing Spines Symptome: Wie erkennt man die Rückenkrankheit?

Viele Pferde haben eng stehende Dornfortsätze, ohne dass es jemand bemerkt. Solche Befunde kommen nur per Zufall heraus, wenn das Pferd aus einem ganz anderen Grund, wie zum Beispiel einer Kaufuntersuchung, geröntgt wird. Erst, wenn es schmerzhaft wird, erkennt man eine Veränderung am Pferd. Es gibt verschiedene Symptome, die ein Anzeichen für die Erkrankung sein können:

  • Verminderte Rückenmuskulatur
  • Wegdrücken des Rückens bei Berührung
  • Bewegungseinschränkung bei Biegung und Versammlung
  • Schwierigkeiten beim Satteln und Aufsteigen
  • Durchbiegen oder extremes Aufwölben des Rückens beim Reiten
  • Gehen auf zwei Hufschlägen
  • Kopf- und Schweifschlagen
  • Klemmen oder fluchtartiges Rennen
  • Bocken oder Steigen
  • Häufiges Umspringen im Galopp
  • Probleme bei In/Out Sprüngen

Wie gesagt, sind dies alles Anzeichen für KS, allerdings auch für zahlreiche andere Erkrankungen. Sie können aber auch unpassende Ausrüstung oder schlechtes Reiten anzeigen. Um die bestmögliche Behandlung zu finden ist es unbedingt notwendig, genau herauszufinden, was dem Pferd fehlt.

Kissing Spines Diagnose – so untersucht der Tierarzt

Zeigt ein Pferd ein oder mehrere der oben genannten Symptome, sollte ein Tierarzt zu Rate gezogen werden, der das Pferd untersucht. Zuerst wird der Rücken des Pferdes abgetastet. Bei KS wird das Pferd eine Schmerzreaktion zeigen. Um dem Schmerz auszuweichen, nimmt das betroffene Tier oft eine schonende Fehlhaltung ein, wodurch es zu Verspannungen und Verhärtungen in der Muskulatur kommt, die man durch Abtasten feststellen kann.

Anschließend wird das Pferd in der Bewegung untersucht, weil dort die Reaktionen meist deutlicher ausfallen. An der Longe wird es sich in die Kurve legen, statt sich zu biegen. Manchmal reicht schon der Druck des Longiergurtes, um dem Pferd Unbehagen zu bereiten. Das erkennt man dann an der mangelnden Losgelassenheit.

Am Ende lässt sich der Tierarzt das Pferd noch unter dem Reiter zeigen. So kann er erkennen, ob eventuell ein unpassender Sattel oder Reiterfehler Grund für die Unrittigkeit des Pferdes sind.

Liegt die Vermutung nah, dass das Pferd an KS leidet, schaffen qualitativ hochwertige Röntgenbilder Gewissheit. Dafür wird man wohl stationär in der Klinik röntgen müssen – mobile Geräte können meist nicht so tief ins Gewebe hineinröntgen.

Kissing Spines Röntgenbilder und -klassen

Wie bereits oben beschrieben werden bei KS drei Grade unterschieden, die entsprechend in Röntgenklassen aufgeteilt sind. Die Röntgenklassen werden dem einen oder anderen Leser aus den Verkaufsanzeigen von Pferden bekannt sein:

  • Unter Grad 1 versteht man verkleinerte Zwischenräume zwischen zwei oder mehr Dornfortsätzen mit eventuell geringen Knochenveränderungen an den Rändern. Dieser Zustand entspricht der Röntgenklasse II-III.
  • Bei Grad 2 berühren sich zwei oder mehr Dornfortsätze, die von mittleren Skelettveränderungen begleitet werden. Man spricht auch von Röntgenklasse III-IV.
  • Ebenfalls in Röntgenklasse III-IV fällt der Grad 3, der durch zwei oder mehr sich berührende und überlappende Dornfortsätze mit deutlichen Knochenveränderungen definiert ist.

Übrigens hat die Ausprägung des klinischen Befundes nicht unbedingt etwas mit der Schmerzhaftigkeit zu tun: Manche Pferde sind mit Grad 1 praktisch unreitbar, während andere mit Grad 3 noch im Sport laufen.

Szintigraphie

Szintigraphie ist ein nuklearmedizinisches Untersuchungsverfahren. Dabei wird dem Pferd ein radioaktiv markierter Stoff (zum Beispiel Jod) gespritzt, der sich in den Knochen ablagert. Je stoffwechselaktiver eine Region ist, desto mehr lagert sich an. Die von dem Stoff ausgehende Strahlung kann dann gemessen und als Bild dargestellt werden. Die Bilder erinnern an eine Wärmekamerabild. So kann man sehr gut schmerzhafte Entzündungen im Gewebe erkennen.

Kissing Spines Ursache

Manche Pferde von Geburt an engstehende Dornfortsätze oder entwickeln diese, noch bevor der erste Reiter auf ihren Rücken Platz genommen hat. Die Rückenkrankheit ist schon sehr alt: Man hat sie bereits an versteinerten Skeletten von Vorfahren der heutigen Pferde gefunden, die vor 40.000 Jahren gelebt haben.

Eine weitere Ursache können Stürze und Überschlagen sein oder Schäden an Bändern und Muskulatur im Rücken.

Leider entstehen KS aber auch viel zu oft durch eine falsche Reitweise und Ausbildung: Zu frühes Anreiten oder Überforderung in jungen Jahren führen genauso zu Rückenschäden wie eine harte Reiterhand, künstliche Aufrichtung, reiten ohne Dehnungshaltung und mangelnde Aufwölbung des Rückens. Gerade besonders begabte dressurbetonte Pferde sind hier gefährdet, weil ihre Kraft oft aufgrund ihres Talentes überschätzt wird und einige Trainer meinen, sie könnten die Ausbildung abkürzen.

Merke: Viele irreparable Schäden am Pferderücken lassen sich durch Wissen und Rücksichtnahme vermeiden. Zahlreiche reitende Tierärzte haben sich dem Problem gewidmet und sorgen für Aufklärung. Jeder Reiter sollte sich dem Pferd verpflichtet fühlen, sich über anatomisch richtiges Reiten zu informieren.

Zahlreiche kompetente Autoren bieten auf dem Markt ihr Wissen an. Mindestens eins dieser Werke sollte Pflichtlektüre für jeden Reiter sein und einen festen Platz im Bücherschrank haben. Empfehlenswert, weil für den Laien verständlich, sind zum Beispiel:

Kissing Spines Therapie: Wie wird behandelt?

Das Pferd erhält Entzündungshemmer und ein Schmerzmittel, um den akuten Schmerz zu lindern und Bewegung zu ermöglichen. Kann sich das Pferd wieder schmerzfrei bewegen, werden die Rückenmuskeln durch ein spezielles Training aufgebaut. Viele Pferde können nach der Behandlung wieder geritten werden und sogar im Sport gehen.

Bei sehr schweren Fällen kann man überlegen, die sich berührenden Dornfortsätze chirurgisch zu behandeln. Dabei werden Teile des Knochens abgefräst. Dieser Eingriff wird nur sehr selten durchgeführt, nachdem man alle anderen Methoden erfolglos probiert hat.

Auf physikalischer Ebene kann man dem betroffenen Pferd helfen durch Stoßwellen, Magnetfeld, Laser, Elektrostimmulationstherapie, therapeutischen Ultraschall. Außerdem wärmendes Solarium, Chiropraktik, Osteopathie und Massagen.

Doch das allerwichtigste ist ein einfühlsamer Reiter, der die Losgelassenheit durch Dehnungshalten fördert und gleichzeitig eventuelle Schmerzreaktionen sofort bemerkt und darauf eingeht. Alles, was weh tut, soll vermieden werden. Es wird vorwärts-abwärts in Dehnungshaltung longiert oder geritten, eventuell auch über Cavaletti. Sinnvoll ist auch Handarbeit, die den Muskelaufbau unterstützt und hilft, das Pferd allgemein zu lockern.

Kissing Spines Pferd reiten: geht das überhaupt?

Viele Pferde haben KS, ohne dass es jemals aufgefallen ist. Diese Pferde hatten das Glück, einen einfühlsamen, verständnisvollen und gutsitzenden Reiter zu haben. Sie wurden vor dem Anreiten korrekt an der Longe auf das Reitergewicht vorbereitet und niemals mit Zügeln, Ausbindern oder Schlaufzügeln zusammengezogen.

8 Jahre ohne Befund!

Ich hatte selbst einen Andalusier, den ich vierjährig angeritten und bis zur Klasse L ausgebildet und erfolgreich in Barockpferdeprüfungen vorgestellt habe. Typisch für ihn war, dass er einen Tag sehr gut lief und dann wieder nicht ganz so gut. Bei Kurzkehrt und Traversalen spürte ich, dass er nicht so beweglich in der Biegung war. Die Klasse M war unerreichbar für ihn. In den 8 Jahren unterm Sattel wurde er fast täglich geritten (in den ersten zwei Jahren natürlich nicht) und war nicht einen Tag krank oder lahm.

Ich habe ihn als Freizeitpferd an eine sehr nette Frau verkauft, die ihn vor dem Kauf sicherheitshalber durchröntgen ließ, weil sie Angst vor Arthrose hatte. Dabei kam per Zufall heraus, dass er im Lendenbereich 5 sehr eng stehende Dornfortsätze hat, die aber nicht entzündet waren. Die Rückenmuskulatur war vorbildlich und der Rücken absolut unempfindlich. Der Veterinär der Tierklinik war sehr erstaunt über den Befund.

Die Interessentin war selbst Ärztin und kommentierte das ganze nur mit den Worten: „Als Medizinerin weiß ich, dass Körper von innen nicht immer wie im Lehrbuch aussehen. Wenn der Tierarzt bestätigt, dass das Pferd ohne Symptome ist, nehme ich es trotzdem gerne.“ Sie hat nicht einmal den Preis gedrückt! Den sehr gut passenden Sattel habe ich ihr dann noch geschenkt.

Trotz Kissing Spines erfolgreich in Klasse M

Mir ist noch ein weiterer Fall bekannt: Eine dressurbetonte Stute galt fünfjährig praktisch als unreitbar: Sie widersetzte sich dem Reiter durch Bocken und Steigen. Auch Profiberitt nutzte nichts. Das Pferd wurde medizinisch auf den Kopf gestellt, bis endlich die niederschmetternde Diagnose kam: Kissing Spines!

Doch nachdem die akuten Schmerzen beseitigt wurden, konnte das Pferd wiederaufgebaut werden. Es fand eine leichte und sehr rücksichtsvolle Reiterin. Mittlerweile ist die Stute 17 Jahre alt und wird auf Turnieren in der Klasse M erfolgreich vorgestellt.

Mit der richtigen Einstellung geht viel

Natürlich geht das nicht mit jedem Pferd. Es kommt auf den Grad der Ausprägung an und auch auf das Pferd selbst. Sicherlich spielt auch die Psychologie eine große Rolle: Wie lange das Pferd welche Schmerzen ertragen musste und mit welcher Brutalität die Reiter vorgegangen sind. Es gibt ja immer noch Reiter und Trainer die meinen, ein Pferd würde uns aus Faulheit etwas vormachen. Wer so denkt, hat meiner Meinung nach, die falsche Einstellung zum Pferd.

Merke: Pferde schauspielern und lügen nicht – das liegt nicht in ihrer Natur. Sie kommunizieren stets authentisch und direkt – das machen wir uns beim Coaching mit Pferden zunutze. Ein Pferd ist ein Lauftier und will dem Menschen gefallen. Wenn es sich in der Arbeit widersetzt, hat es die Aufgabe nicht verstanden, hat es nicht genug Möglichkeiten sich artgerecht zu verhalten oder es hat Schmerzen.

Kissing Spines Trainingsplan: wie reiten?

Nachdem der behandelnde Tierarzt dem Pferd die Schmerzen genommen und grünes Licht für die Wiederaufnahme der Arbeit gegeben hat, sollte das Pferd nun langsam wiederaufgebaut werden.

Merke: Egal, wie alt das Pferd ist und wie weit sein Ausbildungsstand vor der Diagnose war: man beginnt wie mit einer Remonte. Nur macht man es diesmal besser und bildet das Pferd ganz klassisch und nach dem Gesetz der Ausbildungsskala aus.

Zunächst wird das Pferd einige Zeit ausschließlich longiert, um die Rückenmuskulatur zu stärken. Am besten nur mit Kappzaum. Mache bitte niemals die Longe am Gebiss fest. Sollte dein Pferd arg stürmisch sein, kannst du auf lang verschnallte Dreieckszügel zurückgreifen, die ihm den Weg in die Tiefe zeigen. Auf keinen Fall dein Pferd ausbinden! Es soll sich selbst ausbalancieren lernen. Sehr gut für den Rücken sind auch Cavalettis oder Duale Aktivierung.

Wenn sich dein Pferd losgelassen an der Longe zeigt und schon ein paar Muskeln aufgebaut hat, kann man vorsichtig mit dem Reiten wieder anfangen. Ganz wichtig ist jetzt neben einem passenden Sattel ein leichter und feinfühliger Reiter, der geschmeidig sitzen kann und sofort Verspannungen beim Pferd fühlt.

Das Pferd sollte mit leichter Anlehnung geritten werden, und immer wieder die Zügel aus der kauen lassen. Dadurch findet das Pferd die so wichtige Dehnungshaltung. Auch Übergänge und Tempounterschiede fördern die Losgelassenheit und lockern die Rückenmuskulatur. Aber alles mit leichter Hand! Schrittpausen nicht vergessen.

Ich kann jetzt hier keine neue Reitlehre verfassen. Das ist auch gar nicht nötig, es gibt schon genug. Schau doch mal bei den Lehrbücher Reiten vorbei – hier findest du alles, was du brauchst. Außerdem solltest du dir einen neuen Trainer suchen – der alte hat ja wohl einiges verbockt.

Arbeit an der Hand

Wer es kann, darf sein Pferd auch gerne an der Hand arbeiten. Das sorgt nicht nur für Abwechslung, sondern lockert den Rücken und stärkt ihn. Außerdem fördert es das Vertrauen zwischen Pferd und Reiter. Vor allem Seitengänge, Halten und Rückwärtsrichten lassen sich an der Hand sehr gut erarbeiten. Vielleicht hast du jemand bei dir im Stall, der es dir zeigen kann. Ansonsten gibt es gute Lehrvideos zu dem Thema.

Kissing Spines: welcher Sattel passt?

Es gibt keinen speziellen Sattel für KS. Am besten passt der Sattel, der wirklich passt 😊. Jedes Pferd ist individuell gebaut. Außerdem verändert es sich immer wieder durch Wachstum, Zunehmen im Sommer von der Weide und Abnehmen im Winter oder auch durch Muskelauf- und -abbau. Darum muss ein Sattel individuell angepasst und mindestens einmal, besser zweimal im Jahr von einem Fachmann überprüft werden.

Auch der Sattel verändert sich: das Polstermaterial setzt sich und wird durch die Benutzung zusammengedrückt. Deshalb muss auch der Sattel regelmäßig kontrolliert und aufgepolstert werden. Nur so ist gewährleistet, dass der Sattel nicht drückt und das Pferd in seinem Bewegungspotential unter dem Reiter einschränkt.

Darf man bei Kissing Spines ohne Sattel reiten?

Grundsätzlich dient der Sattel nicht nur der Bequemlichkeit des Reiters, sondern auch des Pferdes. Durch seine Konstruktion verteilt er das Gewicht des Reiters gleichmäßig. Sitzt du ohne Sattel auf dem Pferd, drücken deine beiden Sitzhöcker punktuell auf den Rücken des Pferdes. Wie sich das anfühlt kannst du spüren, wenn du längere Zeit aufrecht mit geradem Rücken auf einem ungepolsterten Holzstuhl sitzt. Das ist ganz schön unangenehm und tut nach ein paar Minuten richtig weh.

Bei fleischigen Pferden mit dicker Speckschicht im Rücken mag es etwas länger dauern, bis es schmerzt, aber auf Dauer ist Reiten ohne Sattel für jedes Pferd eher unangenehm. Wenn es dann auch noch spezielle Probleme wie KS hat, würde ich auf Reiten ohne Sattel dem Pferd zuliebe verzichten.

Kissing Spines Pferd zurückgeben?

Wenn jemand ein Pferd kauft und im Nachhinein feststellt, dass es KS hat, kann er es zurückgeben, auch wenn es weder eine wahrnehmbare Einschränkung in der Rittigkeit noch eine Lahmheit erkennen lässt. So entschied das Landgericht Münster in seinem Urteil vom 10.08.2004.Az.: 10 O716/03 mit dem Hinweis, dass es sich bei Kissing Spines um einen Mangel im Sinne des §434 BGB handelt. Dieser Mangel berechtigt den Käufer zum Rücktritt, auch wenn das Pferd keine Symptome zeigt und auch, wenn auf eine Ankaufsuntersuchung verzichtet wurde.

Sinngemäß wirbt eine Anwaltskanzlei im Internet um neue Kundschaft. Wenn du ein Pferd mit KS zurückgeben willst, würde ich mich dort mal schlau machen beziehungsweise meinen Anwalt darauf ansetzen.

Kissing Spines Zucht: darf mit KS Pferden gezüchtet werden?

Es besteht ein begründeter Verdacht, dass KS erblich sind. Restlos erforscht ist dieses Gebiet noch nicht, aber die Wahrscheinlichkeit, mit einem betroffenen Pferd (Hengst oder Stute) Nachfolger mit dieser Erkrankung zu bekommen, ist recht hoch.

Dann gibt es noch Pferde, in die die Rückenkrankheit hineingeritten wurde. Auch hier sollte man bedenken, dass eine gewisse Veranlagung wahrscheinlich bereits bestanden hat, die ebenfalls weitervererbt werden kann.

Ob man einer Stute mit bereits lädiertem Rücken die Belastung einer 11-monatigen Schwangerschaft zumuten möchte, muss jeder Züchter selbst entscheiden und mit seinem Gewissen vereinbaren. Auf jeden Fall sollte der Rat von verschiedenen Tierärzten zu jedem individuellen Fall eingeholt werden.

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Cristine Keidel - Reiterfragen.de

Seit meiner Kindheit bin ich im Sattel zu Hause und habe das Bronzene Reitabzeichen. Unvergesslich sind mein erstes eigenes Pferd „Piroschka“, Andalusier „Cariño“, den ich aus Spanien importierte und bis zur Kandarenreife ausbildete, und natürlich PRE „Amoroso“, mit dem ich zahlreiche Showauftritte hatte und 2011 die Copa Baroque gewann. Aktuell begleitet mich Hannoveraner-Stute „Belle de Jour“ durchs Reiterleben.

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