Kolik ist besonders tückisch
Pferde können sich nicht übergeben wie Menschen oder andere Tiere. Wenn sie etwas Schlechtes gefressen haben oder sich Gase im Darm bilden, können sie den Druck nicht selbst abbauen. Sie sind darauf angewiesen, dass wir Menschen die Symptome erkennen und sofort handeln – es geht um Leben und Tod.
Für Eilige:
Nach jedem Absatz findest du was Wichtigste nochmal kurz zusammengefasst.
1. Symptome: Woran erkenne ich eine Kolik beim Pferd?
Die größte Herausforderung bei Kolik ist die Zeit. Je früher man die Anzeichen bemerkt, desto besser stehen die Chancen, dass das Pferd überlebt. Typisch sind Unruhe, Scharren oder Wälzen. Manche Pferde laufen nervös im Stall auf und ab, legen sich hin und stehen gleich wieder auf. Andere schwitzen stark, schauen oder treten gegen den eigenen Bauch. Oft fressen sie plötzlich nicht mehr oder setzen keinen Kot mehr ab.
Doch nicht alle Pferde zeigen Koliksymptome so deutlich. Manche wirken nur ein wenig apathisch, stellen das Fressen ein oder schwitzen leicht. Genau deshalb sollte man selbst bei unscheinbaren Veränderungen hellhörig werden. Auch kleine Anzeichen können auf eine ernste Kolik hinweisen.
Oft zählt jede Minute. Deshalb ist es entscheidend, die Anzeichen einer Kolik schnell zu erkennen. Typisch sind:
Unruhe: Pferd läuft nervös im Stall hin und her
Scharren & Wälzen: wiederholtes Hinlegen und Aufstehen, wälzt sich über den Rücken
Schwitzen: auch ohne Anstrengung
Blick zum Bauch: Pferd schaut oder tritt nach dem eigenen Bauch
Appetitlosigkeit: Heu oder Kraftfutter bleiben unangerührt
Verändertes Kotverhalten: kein Kotabsatz, sehr trockene Äpfel oder Durchfall
⚠️ Wichtig: Manche Pferde zeigen Koliksymptome sehr deutlich, andere fast gar nicht. Schon leise Anzeichen wie veränderte Mimik, Apathie oder leichtes Schwitzen können kritisch sein.
2. Erste Hilfe bei Kolik
Wenn der Verdacht auf Kolik besteht, heißt es: keine Zeit verlieren. Der wichtigste Schritt ist, sofort den Tierarzt zu rufen. Lieber einmal zu früh Alarm schlagen, als zu lange warten. Bis der Tierarzt eintrifft, kann man das Pferd vorsichtig führen. Leichte Bewegung hilft manchmal, Gase zu verschieben und die Schmerzen zu lindern. Aber Achtung: Wenn das Pferd nicht laufen will oder sehr schwach wirkt, sollte man es nicht zwingen.
Früher hieß es, Pferde dürften sich auf keinen Fall wälzen. Heute weiß man: Das Wälzen selbst ist nicht das Problem. Kritisch wird es nur, wenn sich das Pferd im engen Stall verletzt. In solchen Fällen ist es besser, vorsichtig zu beruhigen und zu sichern. Auf Futter sollte man unbedingt verzichten – jedes zusätzliche Futter belastet den Darm.
Sofort Tierarzt rufen – lieber einmal zu viel als zu wenig.
Pferd führen: Spazierengehen kann Gas und Schmerzen lindern, aber nur, wenn es das Pferd zulässt.
Nicht wälzen lassen? Früher galt das als Regel. Heute sagt man: Zwanghaftes Wälzen verhindern (Verletzungsgefahr), aber nicht panisch eingreifen.
Kein Futter geben – das verschlimmert die Situation.
Vitalwerte beobachten: Puls, Atmung, Temperatur – diese Infos helfen dem Tierarzt.
3. Was ist eine Kolik beim Pferd?
Der Begriff „Kolik“ beschreibt nicht eine einzige Krankheit, sondern steht allgemein für schmerzhafte Zustände im Bauchraum. Die Bandbreite reicht von Gasansammlungen im Darm bis hin zu lebensgefährlichen Darmverschlingungen. Besonders gefährlich ist, dass Pferde im Gegensatz zu uns Menschen nicht erbrechen können. Was einmal im Verdauungstrakt ist, muss den langen Weg durch den Darm nehmen. Dadurch können auch scheinbar harmlose Probleme rasch eskalieren.
Es gibt verschiedene Formen der Kolik: die Gas-Kolik, die durch Gärung und Gasbildung im Darm entsteht, die Verstopfungskolik, bei der harter Kot den Darm blockiert, oder die Sandkolik, die durch aufgenommene Erde oder Sand entsteht. Am schwersten sind Darmdrehungen oder -einklemmungen – hier bleibt oft nur die sofortige Operation.
Häufige Kolikformen:
Gas-Kolik
Verstopfungs-Kolik
Sand-Kolik
Darmdrehung oder -einklemmung
Magenüberladung
Manche Formen lassen sich medikamentös behandeln, andere erfordern eine sofortige Operation.
4. Ursachen für Kolik
Pferde haben ein sehr empfindliches Verdauungssystem. Häufige Auslöser sind Fütterungsfehler wie zu viel Kraftfutter, verdorbenes Heu oder abrupte Futterumstellungen. Auch Bewegungsmangel ist ein wichtiger Faktor: Pferde sind Lauftiere, ihr Darm funktioniert am besten, wenn sie viel in Bewegung sind. Stress, zum Beispiel durch Stallwechsel, Transporte oder Rangkämpfe, kann ebenfalls Koliken begünstigen.
Parasiten spielen ebenfalls eine Rolle. Ein starker Wurmbefall kann den Darm so stark reizen oder sogar blockieren, dass eine Kolik entsteht. Auch Wetterumschwünge und plötzliche Temperaturwechsel wirken sich auf die empfindliche Verdauung aus. Oft ist es ein Zusammenspiel mehrerer Ursachen, das am Ende zur Kolik führt.
Häufige Ursachen:
Fütterungsfehler: zu viel Kraftfutter, schlechtes Heu, schnelle Futterumstellungen
Bewegungsmangel: zu wenig Auslauf fördert Verstopfungen
Stress: Stallwechsel, Turniere, Transport
Parasiten: starker Wurmbefall kann den Darm blockieren
Wetter: plötzliche Temperaturwechsel beeinflussen die Darmflora
Oft ist es eine Kombination aus mehreren Faktoren.
5. Behandlung durch den Tierarzt
Der Tierarzt untersucht zunächst Puls, Atmung, Darmgeräusche und tastet den Bauch sowie rektal den Darm ab. Manchmal wird zusätzlich ein Ultraschall gemacht. In leichten Fällen helfen Medikamente, die Schmerzen lindern und Krämpfe lösen. Auch Infusionen und eine Nasenschlundsonde zur Entlastung des Magens gehören zu den Standardmaßnahmen. Bei Verstopfungen können Einläufe notwendig sein.
Wird eine schwere Kolik diagnostiziert, etwa durch eine Darmdrehung, bleibt oft nur die Operation. Dabei wird der Bauch geöffnet und der Darm entwirrt oder entlastet. Solche Eingriffe sind hochriskant und teuer – aber oft die einzige Chance, das Leben des Pferdes zu retten.
Eine Kolik-OP kostet je nach Klinik und Nachsorge zwischen 3.000 und 10.000 Euro. Genau an dieser Stelle wird deutlich, wie wichtig eine gute Absicherung ist.
Der Tierarzt wird zunächst Untersuchungen durchführen: Abhören, Abtasten, rektale Untersuchung, ggf. Ultraschall.
Behandlungsmöglichkeiten:
Medikamente: Schmerzmittel, krampflösende Mittel, Infusionen
Nasenschlundsonde: zur Entlastung des Magens
Einläufe: bei Verstopfungskoliken
Operation: wenn Darm verschlungen, gedreht oder eingeklemmt ist
Eine Kolik-OP ist oft die einzige Chance auf Überleben – sie muss sofort erfolgen.
Kosten einer Kolik-OP
Die Preise liegen zwischen 3.000 und 10.000 Euro, abhängig von Klinik, Schweregrad und Nachsorge. Und genau hier kommt das Thema Versicherung ins Spiel.
6. Kolik-Versicherung für Pferde – Schutz im Ernstfall
Stell dir vor, es ist mitten in der Nacht. Dein Handy klingelt, die Stallbesitzerin ist dran: „Dein Pferd hat Kolik. Der Tierarzt ist schon unterwegs.“ Minuten später sagt dieser: „Wir müssen sofort operieren – sonst hat Ihr Pferd keine Chance.“ In diesem Moment willst du keine Sekunde überlegen müssen, ob du dir die OP leisten kannst. Du willst nur das Richtige tun: dein Pferd retten.
Eine Kolik-Versicherung nimmt dir in dieser Situation die Last von den Schultern. Sie übernimmt die hohen Kosten einer Kolik-OP und sorgt dafür, dass die finanzielle Frage keine Rolle spielt.
Beim Abschluss sollte man darauf achten, dass Kolik-Operationen ausdrücklich mitversichert sind. Wichtig sind auch die Höhe der Deckungssumme, mögliche Selbstbeteiligungen und ob Not-OPs am Wochenende oder nachts ebenfalls abgedeckt sind.
💡 Tipp: Mit einer Pferde-OP-Versicherung inklusive Kolik-Schutz bist du bestens abgesichert.
👉 Als empfehlenswerte Kolik-Versicherung kann ich dir die Uelzener Versicherung ans Herz legen. Drück auf den Link und erfahre die Konditionen.
Warum eine Kolik-Versicherung sinnvoll ist
OP-Kosten von mehreren tausend Euro werden übernommen
Kein finanzieller Druck in einer Notsituation
Du kannst dich voll auf dein Pferd konzentrieren
Worauf achten?
Deckt die Versicherung explizit Kolik-Operationen ab?
Wie hoch ist die Deckungssumme?
Gibt es eine Selbstbeteiligung?
Gilt die Versicherung auch bei Not-OPs am Wochenende oder nachts?
7. Vorbeugung: So senkst du das Kolikrisiko
Ganz vermeiden lässt sich Kolik nicht – aber du kannst das Risiko deutlich verringern. Eine ausgewogene Fütterung mit viel Raufutter und langsamen Futterumstellungen ist die Basis. Pferde brauchen außerdem tägliche Bewegung, sei es durch Weidegang, Auslauf oder Training.
Auch die Gesundheitsvorsorge spielt eine große Rolle: Regelmäßige Wurmkuren und Zahnkontrollen beugen Problemen im Verdauungstrakt vor. Sauberes Wasser muss jederzeit zur Verfügung stehen. Und nicht zuletzt: Stress vermeiden. Ein stabiles Herdenumfeld und ein ruhiger Stallalltag tun dem Pferd und seinem Magen gut.
8. Fazit
Kolik gehört zu den häufigsten und gefährlichsten Notfällen beim Pferd. Weil Pferde sich nicht selbst helfen können – sie können weder erbrechen noch ihren Darm entlasten – ist schnelle Hilfe durch den Menschen überlebenswichtig. Wer die Symptome kennt und sofort den Tierarzt ruft, rettet oft das Leben seines Pferdes.
Doch selbst bei schneller Reaktion endet eine Kolik nicht selten in der Klinik. Eine Versicherung nimmt in diesem Moment den finanziellen Druck und gibt dir die Freiheit, die einzig richtige Entscheidung zu treffen: für das Leben deines Pferdes.
👉 „Viele Pferdehalterinnen haben es schon erlebt: Kolik ist ein Albtraum. Mit der richtigen Versicherung entscheidest du im Notfall nicht nach dem Geldbeutel, sondern nach dem Herzen.
Häufige Fragen zur Kolik beim Pferd
Woran erkenne ich eine Kolik beim Pferd?
Typische Anzeichen sind Unruhe, Scharren, Wälzen, Schwitzen oder Bauchschauen. Auch Appetitlosigkeit und fehlender Kotabsatz können Hinweise sein.
Was tun, wenn mein Pferd nachts eine Kolik hat?
Sofort den Tierarzt rufen und das Pferd ruhig halten. Bei schweren Symptomen direkt in die Klinik fahren.
Können Pferde erbrechen?
Nein, Pferde können nicht erbrechen. Das macht Koliken besonders gefährlich, weil sie sich nicht selbst helfen können.
Ist eine Kolik tödlich?
Unbehandelt endet eine Kolik oft tödlich. Bei schweren Formen, wie einer Darmdrehung, bleibt nur eine schnelle Operation.
Wie teuer ist eine Kolik-OP?
Die Kosten liegen je nach Klinik und Schweregrad zwischen 3.000 und 10.000 Euro.
Hilft Spazierengehen bei Kolik?
Leichte Bewegung kann Linderung verschaffen, aber zwinge dein Pferd nicht zum Laufen, wenn es nicht will.
Lohnt sich eine Kolik-Versicherung?
Ja, sie übernimmt hohe Operationskosten und gibt Sicherheit in einer Notsituation.
Diese Seite enthält Affiliate-Links! Wenn Du einen anklickst und darüber etwas kaufst, hast du keinen Nachteil. Wir erhalten eine kleine Provision, die es uns ermöglicht, weiterhin redaktionell für Reiterfragen zu arbeiten. Danke für Deine Unterstützung ♥
Dieser Beitrag wird immer wieder ergänzt und aktualisiert – schau gerne öfter mal vorbei.







